Hier geht es um evolutionäre Regeln über das menschliche Denken und ihre Hintergründe.
Wer sich einmal mit dem System „Geld“ auseinandergesetzt hat musste feststellen, dass es nicht funktioniert. Geld muß für seine sinnvolle Nutzung immer in Bewegung sein, weil Dienstleistungen und Waren ständig benötigt werden.
Diese Voraussetzung waren eigentlich zu den Anfangszeiten unseres Zahlungssystems schon aus dem Grund gegeben, weil man gar nicht die Möglichkeit hatte es zu horten, da man selbst seine geringen Einnahmen immer für seinen Lebensunterhalt benötigte. Erst als Menschen die Möglichkeit hatten deutlich mehr Einnahmen zu erzielen als Ausgaben zu haben fing das System an aus dem Ruder zu laufen.
In unserer heutigen Zeit hat der Grundgedanke des Geldes seinen Sinn total verloren, da Viele Menschen mehr Geld einnehmen als sie je ausgeben können. So ist ein Schneeballsystem entstanden, das eigentlich von den meisten Industriestaaten gesetzlich verboten ist. So ein System bringt nur etwas für die Spitze der Teilnehmer, weil sie von jedem Beteiligten einen Gewinnanteil einfordern. Die unter ihnen haben schon deutlich weniger Einnahmen weil sie ja nur von einem kleineren Teil ihre Gewinnanteile einfordern können und eine Abgabe davon an die über ihnen bezahlen müssen. Um so weiter man in der Hierarchie solcher Systeme sinkt, desto geringer sind die Gewinne. Wenn irgendwann fast alle an diesem System beteiligt sind, zerplatzt es wie eine Seifenblase, weil jeder Einnahmen erzielen müsste ohne weitere Bezahler zu finden.
Kurzgesagt: Solange einige von oben den Rahm abschöpfen ohne ihn wieder in das System einzuführen, gibt es keine Möglichkeit mehr für untere Stufen Einnahmen zu erzielen.
„Wer nicht säht kann auch nicht ernten“
Wenn man den logischen Ursprung unseres heutigen Geld sucht, muss man in die Steinzeit gehen. Vermutlich hat
jemand einem freund ein Geschenk gemacht weil dieser ihm half. Ein anderer hat das gesehen und dachte Geschenk gegen Leistung wäre doch eine gute Möglichkeit sich für Hilfe erkenntlich zu zeigen. Heutzutage ist dieses Schema auch noch oft zu beobachten. Zum Beispiel in der Gastronomie, wo die Bedienungen eigentlich von ihrem Arbeitgeber bezahlt werden, indem sie prozentual an ihrem Umsatz beteiligt sind. Viele halten aber nach getaner Arbeit die Hände beim Kunden noch ein weiteres Mal auf. Sie denken für ihre Leistung mehr einfordern zu müssen, weil es eben andere aus dankbarkeit für den erbrachten Service auch tun. In anderen Ländern leben die Menschen von diesen Zusatzleistungen, weil sie eben keine Beteiligung am Umsatz haben.
Dieses System der „Schenkung“ wurde bald darauf auch auf Sachleistungen übertragen. So entstand der Tauschhandel. Wobei es eigentlich unsinnig ist Äpfel mit Birnen zu vergleichen und man den Gegenwert eigentlich mehr oder weniger zufällig festlegte. Um dies zu Umgehen fing man bald an Dienstleistung und Waren mit Wertsachen abzugelten. Dabei ist die Festlegung des Wertes aber auch zufällig und entbehrt oft jeder Grundlage. Man setzt voraus, dass manche Waren und Dienstleistungen mehr Wert haben als andere. Wer kann aber behaupten, dass die Arbeit eines Architekten zum Beispiel wertvoller ist als die eines Maurers? Und warum wechseln die Werte ständig?
Hier wird schon deutlich, dass die Wertfestlegungen willkürlich sind und jeder Grundlage entbehren. Auch die Regionalen Unterschiede in der Wertfestlegung zeigen, dass unser Geld nicht wirklich gerecht ist und absolut keinen Sinn macht. Wir müssen uns auf den eigentlichen Zweck von Dienstleistung und Waren besinnen und diesem Wahnsinn „Geld“ ein Ende bereiten.